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Transformation im Unternehmen · KI-Weiterbildung für Unternehmen

Future Skills im Unternehmen: Bedarf im Team klären

Stand 10.10.2026 · 6 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Future Skills sind Fähigkeiten, die in den nächsten Jahren wahrscheinlich wichtiger werden, etwa digitale Kompetenz, Urteilsvermögen und Lernbereitschaft. Für ein Team gibt es keine Einheitsliste. Entscheidend ist, welche Aufgaben sich in Ihrem Betrieb verändern und wo heute Lücken bestehen.

Das Problem

Future Skills, was ist das, und was bedeutet es für mein Team? Diese Frage stellt sich Frau Weber, die in einem Dienstleistungsbetrieb mit rund 30 Mitarbeitenden die Personalentwicklung mitverantwortet. Ein Skill ist eine Fähigkeit, die man konkret anwenden kann. Future Skills sind jene Fähigkeiten, die in einer sich wandelnden Arbeitswelt wahrscheinlich wichtiger werden. Eine allgemeine Einführung bietet die Seite Future Skills: Was ist das?.

Im Betrieb ist die Lage heikler als bei einer einzelnen Person. Die Geschäftsleitung hat Berichte und Studien gesehen, Anbieter werben mit «den zehn wichtigsten Skills», und im Team herrscht Unsicherheit. Wer nun pauschal Kurse bucht, gibt Geld aus, ohne zu wissen, ob die Fähigkeiten im eigenen Alltag fehlen.

Hinzu kommt: Niemand weiss genau, wie sich Aufgaben in einzelnen Branchen verändern. Internationale Berichte wie der «Future of Jobs Report» des Weltwirtschaftsforums beruhen auf Befragungen von Unternehmen und beschreiben Erwartungen, keine gesicherten Tatsachen. Für Ihr Team zählt deshalb, was in Ihren Abläufen konkret anders wird. Stand: Oktober 2026.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Beginnen Sie bei den Aufgaben, nicht bei Schlagwörtern. Fragen Sie jede Gruppe: Welche drei Aufgaben nehmen am meisten Zeit in Anspruch, und welche davon werden sich voraussichtlich in den nächsten zwei bis drei Jahren verändern (etwa durch KI, neue Software oder neue Vorschriften)?
  2. Legen Sie die Skills pro Aufgabe fest. Für jede Aufgabe notieren Sie, welche Fähigkeiten sie verlangt: fachlich, digital, im Umgang mit Menschen, im Umgang mit Veränderung. Eine Hilfe zur Unterscheidung bietet Skills: Beispiele für Hard und Soft Skills.
  3. Erstellen Sie eine einfache Skills-Matrix. In den Zeilen stehen die Personen, in den Spalten die Fähigkeiten; bewertet wird grob in drei Stufen: Grundlagen, sicher, kann anleiten. Die Selbsteinschätzung wird im Gespräch ergänzt (siehe Skills-Matrix im Team erstellen).
  4. Lassen Sie die KI die Auswertung vorbereiten. Verwenden Sie die Vorlage unten mit anonymisierten Angaben, zum Beispiel Rollen statt Namen. Die KI strukturiert Lücken und stellt Rückfragen.
  5. Prüfen Sie die Ergebnisse im Team. Besprechen Sie die Auswertung offen. Fragen Sie, ob sich die Mitarbeitenden darin wiederfinden, und korrigieren Sie, wo die Einschätzung nicht stimmt.
  6. Wählen Sie maximal drei Schwerpunkte. Mehr schafft kein Team gleichzeitig. Wählen Sie jene Fähigkeiten, bei denen die Lücke gross und der Nutzen im Alltag klar ist.
  7. Legen Sie je Schwerpunkt eine Lernform fest. Kurs, Austausch unter Kolleginnen, Mitarbeit in einem Projekt oder Begleitung durch eine erfahrene Person. Der Plan gehört in den jährlichen Weiterbildungsplan (Weiterbildungsplan erstellen).
  8. Überprüfen Sie nach sechs Monaten. Hat sich im Alltag etwas verändert? Haben sich die Aufgaben anders entwickelt als angenommen? Passen Sie den Plan an.
Ablaufgrafik in 8 Schritten: 1. Beginnen Sie bei den Aufgaben, nicht bei Schlagwörtern; 2. Legen Sie die Skills pro Aufgabe fest; 3. Erstellen Sie eine einfache Skills-Matrix; 4. Lassen Sie die KI die Auswertung vorbereiten; 5. Prüfen Sie die Ergebnisse im Team; 6. Wählen Sie maximal drei Schwerpunkte; 7. Legen Sie je Schwerpunkt eine Lernform fest; 8. Überprüfen Sie nach sechs Monaten.
Der Weg im Überblick: Future Skills im Unternehmen: Bedarf im Team klären

Vorlage zum Kopieren

Mit dieser Vorlage lassen Sie die KI eine Skills-Auswertung für Ihr Team vorbereiten. Verwenden Sie Rollenbezeichnungen statt Namen und keine vertraulichen Angaben.

Du unterstützt mich bei einer Skills-Analyse für ein Team in einem
Schweizer KMU. Branche: [Branche]. Teamgrösse: [Anzahl].
Rollen im Team: [Rolle 1], [Rolle 2], [Rolle 3].

Aufgaben, die sich in den nächsten Jahren voraussichtlich verändern:
[Aufgabe 1], [Aufgabe 2], [Aufgabe 3].

Erstelle:
1. eine Tabelle mit den dafür nötigen Fähigkeiten, gruppiert in
   fachlich, digital, zwischenmenschlich, Umgang mit Veränderung,
2. eine Tabelle, in der ich je Rolle den heutigen Stand
   (Grundlagen / sicher / kann anleiten) eintragen kann,
3. zehn Fragen für ein Teamgespräch, um Lücken zu erkennen,
4. Hinweise, welche Annahmen ich überprüfen sollte.
Verwende keine erfundenen Zahlen, keine Studien und keine
Prognosen über Berufe. Kennzeichne Vermutungen.

Passen Sie die Angaben in eckigen Klammern an. Besprechen Sie die Tabellen mit dem Team, bevor Sie Entscheide fällen.

Welche Fähigkeiten sind für welche Frage entscheidend?

Frage an das TeamMögliche FähigkeitWoran Sie die Lücke erkennen
Wir nutzen KI, aber die Ergebnisse variieren starkPrompting, Prüfen von KI-ErgebnissenViele Korrekturen, uneinheitliche Texte
Neue Abläufe stossen auf WiderstandUmgang mit Veränderung, KommunikationRückfragen, Verzögerungen, Unsicherheit
Zahlen werden kaum genutztDatenverständnisEntscheide ohne Auswertung
Wissen liegt bei wenigen PersonenWissen teilen, AnleitenAusfälle werden zum Problem

Worauf Sie achten müssen

  • Keine Personenbewertung durch die Hintertür: Eine Skills-Matrix dient der Entwicklung, nicht der Leistungsbeurteilung. Legen Sie vorab fest, wer die Daten sieht und wofür sie verwendet werden, und informieren Sie das Team. Fragen des Persönlichkeits- und Datenschutzes klären Sie im Einzelfall fachlich (Hinweise beim Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten).
  • Keine Personendaten in öffentliche KI-Dienste: Arbeiten Sie mit Rollen und Platzhaltern, nicht mit Namen, Beurteilungen oder Gesundheitsangaben.
  • Prognosen sind Szenarien: Welche Fähigkeiten in Ihrer Branche gefragt sein werden, ist nicht sicher. Stützen Sie sich auf Ihre Aufgaben und planen Sie in Etappen.
  • KI kann Unpassendes vorschlagen: Sie kennt Ihren Betrieb nicht. Prüfen Sie Vorschläge im Gespräch mit den Mitarbeitenden.
  • Weiterbildung ist keine Wunderlösung: Ein Kurs hilft nur, wenn das Gelernte im Alltag angewendet werden kann. Planen Sie Übungszeit ein.
  • Nicht alle starten gleich: Berücksichtigen Sie unterschiedliche Vorkenntnisse, Alter und Sprachniveau. Lernangebote sollen niemanden blosstellen.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Eine Treuhandfirma in Winterthur mit 20 Mitarbeitenden fragt sich, ob sie «mehr KI-Skills» braucht. Die Geschäftsleiterin hat mehrere Kursangebote erhalten.

Vorher: Sie plant, alle Mitarbeitenden in denselben allgemeinen Kurs zu schicken, ohne zu wissen, wo der Bedarf liegt.

Nachher: Sie sammelt mit den Teams die Aufgaben, die sich verändern: Belege vorbereiten, Kundenschreiben entwerfen, Zusammenfassungen von Dokumenten. Aus der Skills-Matrix zeigt sich, dass die Lücke weniger beim Bedienen von KI-Werkzeugen liegt als beim Prüfen der Ergebnisse und bei den Regeln für vertrauliche Daten. Sie wählt zwei Schwerpunkte, bildet eine kleine Lerngruppe und plant eine Überprüfung nach sechs Monaten. Ob sich die Massnahmen auszahlen, beurteilt sie anhand der Rückmeldungen und des Korrekturaufwands.

So hilft Ihnen Alpasana

Wenn Sie für Ihr Unternehmen passende Zukunftskompetenzen im Umgang mit KI aufbauen möchten, bietet die KI-Weiterbildung für Unternehmen Online-Lerninhalte zu Verwaltung, Kommunikation, Analyse, Texten und Datenschutz. Für Firmenlösungen und Teambuchungen gibt es eine Kontaktmöglichkeit.

Häufige Fragen

Gibt es eine verbindliche Liste von Future Skills?

Nein. Verschiedene Studien, Verbände und Hochschulen haben eigene Modelle, die sich überschneiden. Verwenden Sie sie als Anregung, aber entscheiden Sie anhand Ihrer eigenen Aufgaben.

Wie viele Fähigkeiten sollten wir pro Jahr angehen?

Wenige, am besten zwei bis drei pro Team. Mit weniger Schwerpunkten bleibt Zeit zum Üben und Anwenden, und der Fortschritt lässt sich nachvollziehen.

Wer bestimmt, welche Fähigkeiten wichtig sind?

Die Leitung entscheidet über die Richtung, aber die Mitarbeitenden kennen die Aufgaben am besten. Beziehen Sie sie in die Analyse ein, das erhöht die Akzeptanz und die Qualität der Ergebnisse.

Was ist, wenn jemand nicht lernen will?

Klären Sie zuerst die Gründe: Überforderung, fehlende Zeit, Unsicherheit oder fehlender Sinn. Ein Gespräch auf Augenhöhe und kleine, machbare Schritte helfen mehr als Druck.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

Quellen

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