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Sicherheit · KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben

Prominente werben für Geldanlagen: Echt oder Deepfake?

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Bekannte Personen werben fast nie in Videoanzeigen für Geldanlagen mit schnellem Gewinn. Solche Werbung ist sehr oft gefälscht. Prüfen Sie den Anbieter bei der FINMA, geben Sie keine Daten ein und melden Sie die Anzeige der Plattform.

Das Problem

In einer Anzeige auf einer Social-Media-Plattform oder neben einem Zeitungsartikel sehen Sie eine bekannte Person aus Wirtschaft, Sport oder Fernsehen. Sie erzählt, wie einfach man mit einem neuen Anlageprogramm aus kleinem Geld viel machen kann. Ein Knopf lädt Sie ein, sich anzumelden.

Oft ist das Video ein Deepfake: Gesicht und Stimme wurden mit KI nachgebaut, damit die Person Dinge sagt, die sie nie gesagt hat. Die Fälscher nutzen das Vertrauen, das Sie der bekannten Person entgegenbringen.

Teuer wird es, wenn Sie einen ersten kleinen Betrag einzahlen. Danach folgen häufig Anrufe, die höhere Einzahlungen verlangen. Das Geld ist dann meist verloren.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Bleiben Sie bei der Anzeige stehen, ohne zu klicken. Zahlen Sie nichts ein und geben Sie weder Namen, Telefonnummer noch E-Mail-Adresse ein. Schon eine Telefonnummer kann zu aufdringlichen Anrufen führen.
  2. Fragen Sie sich: Passt das zur Person? Würde diese Person in einer Anzeige zu schnellem Gewinn raten? Suchen Sie auf der offiziellen Website oder bei seriösen Medien, ob es dazu etwas gibt. Meist finden Sie Warnungen.
  3. Prüfen Sie den Anbieter. Auf der Website der FINMA, der Finanzmarktaufsicht, gibt es eine Warnliste. Fehlt der Anbieter dort, heisst das nicht, dass er seriös ist. Ist er dort, ist die Sache klar.
  4. Achten Sie auf typische Merkmale. Versprechen von sicheren Gewinnen, Zeitdruck («nur heute»), schlecht übersetzte Texte, ein Link auf eine unbekannte Adresse und eine Registrierung ohne Firmenangaben sind Warnzeichen.
  5. Schauen Sie die Adresse an, ohne sie zu öffnen. Wie das geht, zeigt die Seite Link prüfen ohne Öffnen.
  6. Sichern Sie Beweise. Machen Sie einen Screenshot der Anzeige mit Datum, Plattform und Link. Melden Sie die Anzeige bei der Plattform über die Funktion «Anzeige melden».
  7. Melden Sie es weiter. Auf Betrug melden in der Schweiz finden Sie die Stellen. Wenn Sie schon bezahlt haben, informieren Sie sofort Ihre Bank und die Polizei.
Ablaufgrafik in 7 Schritten: 1. Bleiben Sie bei der Anzeige stehen, ohne zu klicken; 2. Fragen Sie sich: Passt das zur Person?; 3. Prüfen Sie den Anbieter; 4. Achten Sie auf typische Merkmale; 5. Schauen Sie die Adresse an, ohne sie zu öffnen; 6. Sichern Sie Beweise; 7. Melden Sie es weiter.
Der Weg im Überblick: Prominente werben für Geldanlagen: Echt oder Deepfake?

Vorlage zum Kopieren

Ein KI-Assistent kann Ihnen helfen, die Warnzeichen zu sortieren. Geben Sie nie Ihre Daten oder die Zugangsdaten des Anbieters ein.

Ich habe eine Online-Anzeige gesehen. Eine bekannte Person soll
eine Geldanlage empfehlen. Das steht in der Anzeige: [Text der Anzeige wörtlich].
Die Plattform ist [Name der Plattform].
Prüfe nur anhand des Textes, welche Betrugsmerkmale vorkommen
(Gewinnversprechen, Zeitdruck, fehlende Firmenangaben).
Gib mir eine Liste mit Warnzeichen und eine Checkliste mit fünf Schritten,
wie ich den Anbieter unabhängig prüfen kann.
Sage klar, dass du die Echtheit des Videos nicht beurteilen kannst.

Fügen Sie nur den Anzeigentext ein, keine eigenen Kontodaten.

Echte Empfehlung oder Fälschung?

MerkmalHinweis
Versprochene Gewinne ohne RisikoTypisch für Betrug
Zeitdruck oder «begrenzte Plätze»Typisch für Betrug
Angebot erscheint nur als Anzeige, nicht auf der Website der PersonVerdächtig
Kein Impressum, keine Aufsicht erkennbarVerdächtig
Weiterleitung auf eine fremde AdresseVerdächtig

Worauf Sie achten müssen

  • Auch ein gutes Video kann gefälscht sein. Lippenbewegung und Stimme wirken oft überzeugend. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass Sie eine Fälschung «sehen» müssten. Mehr dazu unter Deepfake-Videos erkennen.
  • Nach der ersten Einzahlung wird es riskanter. Angebliche Berater rufen an und bieten «Fernwartung» oder weitere Einzahlungen an. Geben Sie niemandem Zugriff auf Ihren Computer.
  • Auch kleine Beträge sind ein Fehler. Kleine Einzahlungen und angezeigte Gewinne dienen dazu, Vertrauen zu schaffen. Auszahlungen scheitern später oft an «Gebühren».
  • Rechtliche Schritte im Einzelfall klären. Ob und wie sich Geld zurückholen lässt, hängt vom Fall ab. Lassen Sie sich bei der Polizei und, wenn nötig, rechtlich beraten.
  • Meldung ohne Scham. Betrüger arbeiten professionell, und viele Betroffene sind Fachleute. Eine rasche Meldung hilft anderen.

Das Bundesamt für Cybersicherheit beschreibt, dass bekannte Personen und gefälschte Anzeigen für Anlagebetrug missbraucht werden (siehe BACS). Die Plattform cybercrimepolice.ch erklärt, wie man Vorfälle den Polizeistellen meldet.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein erfundenes Beispiel: Frau Müller, die in einem Malerbetrieb in Thun das Büro führt, sieht beim Lesen einer Zeitung online eine Anzeige. Eine bekannte Moderatorin lobt ein «KI-Handelssystem». Der Betrieb könnte mit 250 Franken starten.

Vorher hätte sie sich angemeldet, weil sie das Gesicht kannte. Nachher sucht sie auf der offiziellen Seite der Moderatorin, findet nichts und prüft die Warnliste der FINMA. Sie meldet die Anzeige der Plattform, sichert einen Screenshot und erzählt ihrem Chef davon. Es entsteht kein Schaden.

Wie sprechen Sie im Betrieb darüber?

Wenn Mitarbeitende privat oder im Büro Anzeigen mit Prominenten sehen, lohnt sich eine kurze Absprache: Niemand meldet sich auf solche Angebote mit Firmendaten an, und verdächtige Anzeigen werden der IT oder Geschäftsleitung gezeigt. Eine Minute am Teamanlass genügt. Ein Beispiel aus dem Alltag, ohne Schuldzuweisung, bleibt besser hängen als eine lange Warnliste.

So hilft Ihnen Alpasana

Wenn eine prominente Person in einer Werbung eine Anlage empfiehlt, hilft Wissen über Deepfakes, den Eindruck zunächst kritisch zu prüfen. Die KI-Praxiskurse von absofort behandeln Deepfakes und Betrugsmuster; Anlageberatung oder Rückforderung sind nicht Teil des Angebots.

Häufige Fragen

Kann ich mein Geld zurückbekommen, wenn ich schon eingezahlt habe?

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Informieren Sie sofort Ihre Bank und die Polizei und sichern Sie alle Belege. Ob eine Rückbuchung möglich ist, hängt vom Zahlungsweg und vom Zeitpunkt ab.

Woran erkenne ich, dass die Anzeige gefälscht ist?

Nicht am Video allein. Warnzeichen sind Gewinnversprechen, Zeitdruck und eine unbekannte Firma. Prüfen Sie ausserdem, ob die Person auf ihren eigenen offiziellen Kanälen dazu etwas sagt.

Betrifft das nur Prominente?

Nein. Auch Politikerinnen, Ärzte oder Firmenchefs aus der Region werden nachgeahmt. Mehr zum Muster steht auf der Seite Anlagebetrug mit KI-Plattformen.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

Quellen

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