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Prüfen & Bewerten · KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben

Bewertungskriterien gewichten: Mit KI Folgen durchspielen

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Spielen Sie verschiedene Gewichtungen mit denselben ausdrücklich fiktiven Leistungsprofilen durch. KI kann Tabellen und Rechenwege vorbereiten; prüfen Sie die Zahlen selbst und wählen Sie die Gewichtung nach Lernzielen und institutionellen Vorgaben.

Kurz gesagt

Spielen Sie verschiedene Gewichtungen mit denselben ausdrücklich fiktiven Leistungsprofilen durch. KI kann Tabellen und Rechenwege vorbereiten; prüfen Sie die Zahlen selbst und wählen Sie die Gewichtung nach Lernzielen und institutionellen Vorgaben.

Das Problem

Frau Keller hat ein Bewertungsraster mit mehreren Kriterien. Alle wirken sinnvoll, doch ihre Anteile entscheiden darüber, welche Leistung die Gesamtauswertung dominiert. Eine hohe Gewichtung von Darstellung kann fachliche Lücken verdecken, obwohl Fachverständnis das zentrale Lernziel ist.

Gewichtung bedeutet, dass Kriterien unterschiedlich stark in das Gesamtergebnis eingehen. Mit einer Sensitivitätsprüfung untersuchen Sie, wie sich Ergebnisse bei veränderten Anteilen verschieben. Dafür reichen erfundene Leistungen; echte Noten oder Namen werden nicht benötigt.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Kriterien begründen. Öffnen Sie Lernziele und Bewertungsraster nebeneinander. Notieren Sie für jedes Kriterium, weshalb es zum Leistungsnachweis gehört. Streichen Sie versteckte Kriterien, die nicht angekündigt oder im Unterricht nicht vorbereitet wurden.
  1. Skalen vereinheitlichen. Prüfen Sie, wie jedes Kriterium erfasst wird. Unterschiedliche maximale Punktzahlen dürfen nicht versehentlich zusätzliche Gewichte erzeugen. Für den Vergleich können Sie zunächst den erreichten Anteil je Kriterium berechnen.
  1. Fiktive Profile erstellen. Entwerfen Sie bewusst unterschiedliche Kombinationen, etwa starkes Fachwissen bei knapper Darstellung oder schöne Darstellung mit schwacher Begründung. Kennzeichnen Sie die Werte klar als Rechenbeispiele. Beschreiben Sie keine reale Person hinter einem Kürzel.
  1. Varianten berechnen lassen. Geben Sie KI Profile und mögliche Gewichtungen und verlangen Sie einen vollständig sichtbaren Rechenweg. Alle Anteile müssen zusammen das Ganze ergeben. Lassen Sie auflisten, welche Profile besonders stark auf eine Änderung reagieren.
  1. Unabhängig nachrechnen. Übertragen Sie die Rechnung in eine Tabellenkalkulation oder rechnen Sie mit einem Taschenrechner nach. Prüfen Sie Prozentanteile, Maximalwerte und Rundung. Ein plausibel aussehendes KI-Ergebnis kann trotzdem einen Rechenfehler enthalten.
  1. Folgen fachlich bewerten. Fragen Sie, ob das Ergebnis die Bedeutung Ihrer Lernziele widerspiegelt. Wenn eine notwendige Kernkompetenz durch andere Kriterien überdeckt wird, klären Sie den vorgesehenen Umgang institutionell. Erfinden Sie keine neue Bestehensregel während der Auswertung.
  1. Gewichtung vorab festlegen. Dokumentieren Sie die gewählte Variante mit fachlicher Begründung und kommunizieren Sie sie vor der Prüfung. Bewahren Sie die geprüfte Rechnung als Planungshilfe auf. Ändern Sie Gewichte nicht nachträglich, um gewünschte Notenverteilungen zu erzeugen.

Vorlage zum Kopieren

Prüfe die Folgen dieser Gewichtungsvarianten: [Kriterien, Skalen, Gewichte]. Nutze ausschliesslich die fiktiven Profile [Werte]. Zeige Normierung, Multiplikation und Summe nachvollziehbar. Kontrolliere, ob die Gewichte zusammen hundert Prozent ergeben. Markiere auffällige Verschiebungen und mögliche Doppelgewichtungen. Leite keine Schulnoten oder Bestehensregeln ab. Formuliere fachliche Rückfragen zum Lernziel [Ziel], statt eine vermeintlich optimale Gewichtung festzulegen.

Ersetzen Sie die Platzhalter durch Ihren Unterrichtskontext und verwenden Sie ausschliesslich freigegebene Materialien oder erfundene Beispiele.

Fiktives ProfilFachlichkeitDarstellungErgebnis bei 70/30Ergebnis bei 50/50
A80 %40 %68 %60 %
B50 %90 %62 %70 %

Die Tabelle ist ausschliesslich ein erfundenes Rechenbeispiel. Bei der Gewichtung siebzig zu dreissig ergibt Profil A: 0,7 mal 80 plus 0,3 mal 40 gleich 68. Für Profil B ergeben dieselben Gewichte 62; bei gleichen Gewichten liegen die Ergebnisse bei 60 und 70.

Damit kehrt sich die Reihenfolge um. Das zeigt nicht, welche Variante richtig ist, sondern welche fachliche Entscheidung in der Gewichtung steckt. Die Prozentwerte sind keine Schweizer Noten, und eine Umrechnung darf nur nach dem für Ihre Prüfung festgelegten Verfahren erfolgen.

Worauf Sie achten müssen

  • Daten schützen: Verwenden Sie für die Vorbereitung keine Namen, Notenlisten oder persönlichen Angaben von Lernenden. In öffentliche KI-Dienste gehören keine Schülerdaten; für diese Vorlagen genügen fiktive Inhalte.
  • Aussagen kontrollieren: KI kann plausibel klingende Fehler erzeugen. Prüfen Sie Aufgaben, Beispiele und Kriterien selbst anhand Ihres Fachwissens und der verwendeten Unterrichtsmaterialien.
  • Rahmen klären: Kantonal und institutionell gelten unterschiedliche Vorgaben. Lassen Sie rechtliche Fragen im Einzelfall durch die zuständige Fachstelle prüfen; die KI erteilt keine Freigabe.
  • Fair bleiben: Berücksichtigen Sie Alter, eingeübte Arbeitsweisen und Zugang zu Hilfsmitteln. Lernende sollen ihre Kompetenz zeigen können, ohne dass private technische Ausstattung oder ein ungeübtes Format entscheidend werden.
  • Themenspezifisch prüfen: Geben Sie keine echten Notenlisten in öffentliche KI-Dienste ein. Für die Planung reichen fiktive Profile, die gezielt unterschiedliche Leistungskombinationen darstellen.

Als Orientierung zur rechtlichen Einordnung dient Educa: KI aus Datenschutzsicht.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein fiktives Beispiel: Frau Keller bewertet in einem Schweizer Weiterbildungskurs schriftliche Empfehlungen. Bisher zählt die sprachliche Darstellung genauso stark wie die fachliche Begründung. Mit erfundenen Profilen erkennt sie, dass eine ansprechende Form schwache Fachargumente stark ausgleichen kann.

Sie bespricht mit dem Kollegium, ob dies zum Lernziel passt, und legt vor dem nächsten Durchgang eine begründete Gewichtung fest. Die KI hat die Vergleichstabelle vorbereitet; Rechnung und Entscheidung wurden menschlich geprüft. Bereits bewertete Leistungen werden nicht nach Wunsch neu gewichtet.

So hilft Ihnen Alpasana

Die KI- und IT-Praxiskurse von absofort behandeln konkrete Arbeitsaufgaben, unter anderem Datenverständnis, Excel und die Prüfung von KI-Ergebnissen. Zum belegten Angebot gehören Praxisaufgaben, ein KI-Lerncoach und ein verifizierbarer Abschluss. Sie können damit die methodische Arbeit an strukturierten Vorlagen und kontrollierten Auswertungen üben.

Für den Einsatz in Prüfungen übertragen Sie passende Arbeitstechniken auf Ihre eigene Planung. Die Kurse sind kein belegtes Spezialangebot für die Validierung schulischer Prüfungen. Lernziele, Fachrichtigkeit und Bewertungsentscheidungen müssen Sie deshalb weiterhin mit Ihrem Kollegium und den zuständigen Stellen abstimmen.

Häufige Fragen

Sind gleiche Gewichte neutral?

Nein, auch gleiche Anteile sind eine inhaltliche Entscheidung. Sie können wichtige Unterschiede zwischen Lernzielen verdecken oder bewusst passend abbilden.

Wann sollte ich runden?

Verwenden Sie die institutionell festgelegte Regel und wenden Sie sie konsistent an. Dokumentieren Sie den Rechenweg, damit Zwischenrundungen das Ergebnis nicht unbemerkt verändern.

Kann KI die beste Gewichtung finden?

Sie kann Folgen zeigen, aber die Bedeutung der Lernziele nicht verbindlich festlegen. Diese Entscheidung braucht fachliche Begründung und die geltenden Rahmenbedingungen.

Passende nächste Schritte: Rubric mit KI verbessern: Kompetenzstufen klar unterscheiden, Prüfungsmatrix mit KI: Sind alle Lernziele abgedeckt?, Grenzfälle bei Noten: Mit KI die Kriterienanwendung prüfen.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. So arbeitet die Redaktion · Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

Quellen

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