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Eigene LLMs & KI-Systeme · KI-Beratung und digitale Transformation

Wie viele Personen können unseren Chatbot gleichzeitig nutzen?

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Eine feste Zahl gibt es nicht. Sie hängt von Anbieter, Modell, Hardware und Tarif ab. Fragen Sie nach Grenzen und Wartezeiten und prüfen Sie mit einem Test, bei dem mehrere Personen gleichzeitig Fragen stellen, wie sich Antwortzeit und Fehler verhalten.

Das Problem

Im Büro funktioniert der Chatbot einwandfrei, wenn Sie allein testen. Doch was passiert, wenn am Montagmorgen fünfzig Kundinnen gleichzeitig nach ihrer Lieferung fragen? Oder wenn nach einer Werbeaktion plötzlich viele Besucher auf der Seite sind?

Sie möchten wissen, ob der Chatbot auch dann funktioniert, wenn viele gleichzeitig Fragen stellen. Das ist ein klassischer Schwachpunkt: Im Alltag sieht alles gut aus, in Spitzenzeiten wird der Chatbot langsam, bricht ab oder lehnt Fragen ab.

Sie können das mit einfachen Mitteln prüfen, ohne Informatiker zu sein. Wichtig ist, dass Sie vor dem Start testen und nicht erst, wenn Kunden sich beschweren.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Schätzen Sie die Spitzen. Wie viele Personen könnten zur gleichen Zeit fragen? Denken Sie an Kampagnen, Saisonbeginn, Rechnungsversand oder Betriebsstart am Montag.
  1. Fragen Sie den Anbieter nach Grenzen. Gibt es eine Obergrenze gleichzeitiger Gespräche oder Anfragen pro Minute? Was passiert bei Überschreitung: Wartezeit, Fehlermeldung, Mehrkosten?
  1. Fragen Sie nach der Technik dahinter. Läuft der Chatbot bei einem Anbieter, der automatisch mitwächst, oder auf einem Server mit fester Kapazität? Bei eigenen Servern ist die Kapazität begrenzt, siehe Hardware für gleichzeitige Nutzer.
  1. Planen Sie einen Test. Laden Sie fünf bis zehn Personen aus dem Team ein, die zur selben Zeit Fragen stellen. Je realistischer, desto besser.
  1. Messen Sie. Notieren Sie, wie lange die erste Antwort dauert, wie lange die vollständige, ob Fehler auftreten und ob Antworten abgeschnitten werden.
  1. Steigern Sie schrittweise. Beginnen Sie mit wenigen Personen und erhöhen Sie die Zahl, bis sich die Antwortzeit verschlechtert. So finden Sie die Grenze.
  1. Legen Sie einen Notfallplan fest. Was soll der Chatbot bei Überlast tun? Eine Meldung mit Hinweis auf Telefon oder Formular ist besser als ein stummes Fenster. Siehe Ausfall und Ersatzweg.
  1. Wiederholen Sie den Test. Nach Änderungen an Modell, Tarif oder Einbindung sowie vor grossen Aktionen.

Vorlage zum Kopieren

Mit dieser Vorlage entsteht Ihr Testplan:

Du bist Qualitätsprüfer für Software und hilfst einer Person ohne IT-Kenntnisse, einen einfachen Belastungstest für einen Chatbot zu planen. Du erfindest keine Grenzwerte.

Chatbot: [Website-Chatbot / interner Chatbot]
Erwartete Spitzen: [z. B. 30 gleichzeitige Besucher nach einem Newsletter]
Testpersonen: [Anzahl, z. B. 8 Mitarbeitende]
Typische Fragen: [Liste von fünf bis zehn Beispielfragen]

Erstelle:
1. Einen Ablaufplan für den Test mit Zeitplan und Aufgaben pro Person.
2. Ein Messblatt als Tabelle (Person, Frage, Uhrzeit, Zeit bis zur ersten Antwort, Zeit bis zur Fertigstellung, Fehler, Bemerkung).
3. Fünf Fragen an den Anbieter zu Kapazität, Grenzen und Kosten bei Spitzen.
4. Eine Anleitung, wie wir die Ergebnisse auswerten und welche Warnzeichen wir beachten sollten.

Führen Sie den Test zu einer ruhigen Zeit durch und informieren Sie Ihren Anbieter vorher, falls er Tests untersagt oder anmelden muss.

Beobachtung beim TestMögliche BedeutungNächster Schritt
Antworten werden langsamerKapazität erreichtGrenze festhalten, Anbieter fragen
Fehlermeldungen bei vielen FragenBegrenzung oder ÜberlastTarif, Obergrenzen prüfen
Abgeschnittene AntwortenZeitüberschreitungAnbieter kontaktieren
Alles stabilReserve vorhandenTest mit mehr Personen wiederholen

Worauf Sie achten müssen

  • Mehrkosten: Bei nutzungsabhängigen Tarifen steigen die Kosten mit vielen Fragen. Siehe Kosten bei Wachstum.
  • Testregeln des Anbieters: Manche Anbieter erlauben Lasttests nur nach Absprache. Fragen Sie vorher.
  • Keine echten Kunden belasten: Führen Sie Tests ausserhalb von Stosszeiten durch.
  • Datenschutz im Test: Verwenden Sie keine echten Kundendaten, sondern erfundene Beispiele.
  • Nicht nur Technik: Auch Ihr Team muss Anfragen bewältigen, die der Chatbot weiterleitet. Planen Sie die Übergabe.
  • Aktionen ankündigen: Informieren Sie Ihren Anbieter vor Werbekampagnen, damit er die Kapazität anpassen kann.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Ein Online-Shop für Wanderschuhe in St. Gallen verschickt jedes Jahr im Frühling einen Newsletter mit Rabattaktion. Danach strömen viele Besucher auf die Seite, und viele stellen Fragen zu Grössen.

Vorher: Im Vorjahr reagierte der Chatbot nach einer Stunde kaum mehr, und Kunden sahen nur eine Fehlermeldung. Nachher: Vor der nächsten Aktion lässt die Inhaberin acht Mitarbeitende gleichzeitig Fragen stellen, misst die Antwortzeiten und fragt den Anbieter nach einer höheren Kapazität für zwei Wochen. Für den Fall der Überlast zeigt der Chatbot einen Hinweis mit Telefon und Kontaktformular. Die Aktion verläuft ruhig.

So hilft Ihnen Alpasana

Wenn Sie Kapazität, Tarif und Ausfallplanung für Ihren Chatbot prüfen möchten, unterstützt die KI-Beratung und digitale Transformation der Alpasana GmbH. Nach Leistungsbeschreibung gehören dazu das Konzipieren von Schnittstellen, die Integration von KI-Agenten mit Pilot, Einsatzregeln und Skalierung sowie das Dokumentieren der Umsetzung. Projekte werden individuell offeriert.

Häufige Fragen

Wie viele gleichzeitige Nutzer sind normal?

Das ist sehr unterschiedlich. Bei einer kleinen Website sind es oft nur wenige gleichzeitig, bei Aktionen können es viel mehr sein. Schätzen Sie aus Ihren Besucherzahlen und prüfen Sie Spitzen.

Reicht es, wenn der Anbieter «skalierbar» sagt?

Das ist ein Ansatz, aber fragen Sie nach konkreten Grenzen, Wartezeiten und Mehrkosten. «Skalierbar» ist kein Zahlenwert.

Was kann ich tun, wenn der Chatbot überlastet ist?

Kurzfristig einen Hinweis mit Alternativen zeigen, mittelfristig Tarif oder Kapazität erhöhen und Fragen vereinfachen. Auch kürzere Antworten und schlankere Modelle entlasten das System.

Hilft es, die Antworten kürzer zu machen?

Ja, kürzere Antworten belegen das System weniger lange und senken meist auch die Kosten. Fordern Sie deshalb kurze Antworten mit Links auf weiterführende Seiten. So können mehr Personen gleichzeitig bedient werden.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

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