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Berufe & Funktionen · KI und IT für konkrete Arbeitsaufgaben

Stakeholderanalyse mit KI fürs Projekt erstellen

Stand 10.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Sammeln Sie alle Personen und Gruppen, die vom Projekt betroffen sind oder es beeinflussen, schätzen Sie ihren Einfluss und ihr Interesse ein und planen Sie die Kommunikation entsprechend. Die KI hilft mit Denkanstössen, wer fehlen könnte. Die Einschätzung von Menschen und ihrer Haltung bleibt Ihre Sache und gehört nicht in öffentliche KI-Werkzeuge.

Das Problem

Sie leiten ein Projekt, zum Beispiel den Umzug des Büros, die Einführung einer neuen Software oder die Organisation eines Jubiläums. Mitten im Projekt meldet sich jemand, den Sie nicht auf dem Radar hatten: der Hauswart, der Datenschutzverantwortliche, die Nachbarfirma oder ein Kunde, der vom Vorhaben betroffen ist. Er sagt: «Warum hat mich niemand gefragt?» Und tatsächlich hätte seine Rückmeldung Zeit und Geld gespart.

Wer ein Projekt plant, denkt zuerst an Aufgaben und Termine. Menschen werden leicht vergessen, besonders die, die nicht direkt mitarbeiten, aber betroffen sind oder mitentscheiden. Das Ergebnis sind späte Einwände, Widerstand und Verzögerungen.

Eine Stakeholderanalyse klärt früh, wer alles beteiligt ist. Stakeholder sind alle Personen und Gruppen, die ein Interesse am Projekt haben oder es beeinflussen können. Mit einer einfachen Tabelle und KI-Hilfe für neue Ideen bekommen Sie einen guten Überblick, ohne grossen Aufwand.

So lösen Sie es mit KI – Schritt für Schritt

  1. Beschreiben Sie das Projekt in drei Sätzen. Ziel, betroffene Bereiche, Zeitraum. Das ist die Grundlage für die Analyse.
  2. Sammeln Sie die Beteiligten. Schreiben Sie alle Personen und Gruppen auf, die Ihnen einfallen: Auftraggebende, Team, Fachabteilungen, Kunden, Lieferanten, Behörden, Nachbarn, Verbände, IT, Datenschutz, Geschäftsleitung.
  3. Lassen Sie die KI ergänzen. Beschreiben Sie das Projekt ohne vertrauliche Angaben und bitten Sie um Gruppen, die Sie vergessen haben könnten. Mit dem Auftrag unten.
  4. Schätzen Sie Einfluss und Interesse ein. Wie stark kann die Person das Projekt beeinflussen? Wie stark ist sie betroffen oder interessiert? Drei Stufen genügen: gering, mittel, hoch.
  5. Ordnen Sie in der Matrix ein. Hoher Einfluss und hohes Interesse: eng einbinden. Hoher Einfluss, wenig Interesse: zufriedenstellen und informieren. Wenig Einfluss, hohes Interesse: informieren. Wenig von beidem: beobachten.
  6. Planen Sie die Kommunikation. Wer erfährt was, wann, von wem, auf welchem Weg? Siehe Kommunikationsplan.
  7. Klären Sie Erwartungen. Was erwarten die Gruppen vom Projekt? Was befürchten sie? Das erfahren Sie am besten im Gespräch.
  8. Aktualisieren Sie die Analyse. Zu Beginn jeder Projektphase. Menschen wechseln, Interessen ändern sich.

Vorlage zum Kopieren

Beschreiben Sie das Projekt allgemein und verwenden Sie Funktionen statt Namen. Keine Einschätzungen zu einzelnen Personen eingeben.

Hilf mir bei der Stakeholderanalyse für ein Projekt in einem Schweizer KMU. Projekt: [z. B. Büroumzug mit Einführung neuer Telefonie, 25 Mitarbeitende, Dauer 6 Monate]. Bereits genannte Beteiligte (als Funktionen): [Liste].
Aufgaben: 1. Nenne zehn weitere Gruppen oder Funktionen, die vom Projekt betroffen sein oder es beeinflussen könnten und die ich vielleicht vergessen habe (intern und extern), mit je einem Satz Begründung. 2. Erstelle eine Tabelle mit den Spalten Gruppe, mögliches Interesse am Projekt, mögliche Sorgen, mögliche Form der Einbindung (informieren, anhören, mitentscheiden). 3. Schlage fünf Fragen vor, mit denen ich Erwartungen der Gruppen im Gespräch klären kann.
Mache keine Aussagen über einzelne Personen und behaupte nicht, wie sich Gruppen verhalten werden, sondern formuliere Möglichkeiten. Ich prüfe und ergänze die Liste selbst.

Die Antworten sind Denkanstösse. Wie die Beteiligten tatsächlich denken, erfahren Sie nur im Gespräch.

Die Einfluss-Interesse-Matrix

Wenig InteresseViel Interesse
Viel EinflussZufriedenstellen: regelmässig kurz informieren, Anliegen früh klärenEng einbinden: mitentscheiden lassen, regelmässig besprechen
Wenig EinflussBeobachten: bei Bedarf informierenInformieren: Fortschritt zeigen, Rückmeldungen einholen

Worauf Sie achten müssen

  • Keine Personenbewertungen in KI-Werkzeugen: Einschätzungen zu Haltung, Einfluss oder Charakter einzelner Personen sind sensibel. Arbeiten Sie mit Gruppen und Funktionen, und halten Sie persönliche Einschätzungen in einer geschützten Ablage.
  • Vertraulichkeit des Projekts: Projekte können Geschäftsgeheimnisse enthalten. Beschreiben Sie sie allgemein.
  • Einschätzungen sind Vermutungen: Fragen Sie nach, statt anzunehmen. Eine Matrix ersetzt kein Gespräch.
  • Respekt: Die Analyse ist kein Instrument, um Menschen zu «behandeln». Ziel ist, sie ernst zu nehmen und früh einzubeziehen.
  • Nicht übertreiben: In kleinen Projekten genügt eine Seite. Eine aufwendige Analyse mit 50 Gruppen lähmt.
  • Dokumentation: Notieren Sie, wer wann informiert oder gefragt wurde. Das hilft später bei Rückfragen. Siehe Projektstatusbericht.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Beispiel: Ein Zahnarztzentrum in Winterthur plant den Umzug in grössere Räume und die Einführung eines neuen Praxisverwaltungssystems.

Vorher: Die Praxisleiterin plant mit Ärzteteam und IT-Partner. Erst kurz vor dem Umzug erfährt sie, dass die Vermieterin Auflagen für den Umbau macht, dass das Röntgen eine behördliche Meldung braucht und dass das Team Bedenken wegen des neuen Systems hat. Alles drei verzögert das Projekt.

Nachher: Bei einem späteren Projekt, einer Praxiserweiterung, sammelt sie zusammen mit dem Team alle Beteiligten und lässt die KI ergänzende Gruppen vorschlagen. Dabei tauchen Vermieterin, Nachbarpraxis, Entsorgungsunternehmen und Versicherung auf. Sie ordnet sie ein und plant Gespräche. Einwände werden früh bekannt, und das Projekt läuft ohne Überraschungen.

So hilft Ihnen Alpasana

Wer Projektplanung und Strukturierung mit KI üben möchte, findet bei absofort KI-Kurse für konkrete Arbeitsaufgaben Angebote zu Projektmanagement, Bürokommunikation, Excel, Datenverständnis und Dashboards sowie zu betrieblichen KI-Richtlinien. Praxisaufgaben, KI-Lerncoach und verifizierbarer Abschluss gehören dazu.

Moderation von Konflikten und Führungsfragen sind nicht Kursinhalt.

Häufige Fragen

Wie viele Stakeholder sind sinnvoll?

So viele, wie wirklich relevant sind. In kleinen Projekten zehn bis fünfzehn Gruppen. Fassen Sie ähnliche Gruppen zusammen und konzentrieren Sie sich auf die mit hohem Einfluss oder hoher Betroffenheit.

Muss ich die Analyse jedem zeigen?

Nein, sie ist ein Arbeitsinstrument. Teilen Sie sie nur mit Personen, die sie brauchen, und behandeln Sie Einschätzungen zu Personen vertraulich.

Was, wenn Stakeholder gegensätzliche Interessen haben?

Das kommt oft vor. Machen Sie die Gegensätze früh sichtbar und sprechen Sie sie an. Die Projektleitung oder Auftraggebende müssen entscheiden, wie sie gewichtet werden. Die KI kann Argumente sammeln, aber nicht entscheiden.

Erstellt mit KI-Unterstützung, redaktionell verantwortet von der Alpasana GmbH · 10.10.2026. Fehler entdeckt? Melden Sie es uns.

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